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Facebook-Login: Die Daten-Falle mit den «lustigen» Tests
Facebook Privatsphäre

Wenn Sie sich auf einer Seite oder einer App mit Ihrem Facebook-Profil einloggen, ist das zwar bequem und praktisch. Aber aufgepasst: Sie überlassen dem Anbieter damit Daten von sich und Ihren Freunden.

Anbieter von dubiosen Tests und Umfragen greifen auf Facebook nach Ihren Daten und denen Ihrer Freunde. Mit ein paar Klicks weisen Sie die Datenkraken in ihre Schranken.

Bestimmt sind Sie in Ihrem Facebook-Feed bereits drauf gestossen. Webseiten bieten lustige Quizze, «Charaktertests» oder ähnliches an. Alles was man dafür tun muss ist, sich mit seinem Facebook-Account einzuloggen.Doch tut man das, serviert man teilweise dubiosen Anbieter die eigenen Daten auf einem Silbertablett. Denn bei Login mit Facebook werden etwa Geburtsdatum, E-Mail-Adresse oder Freundeslisten automatisch weitergeleitet. Diese Daten können mindestens für gezielte Werbung genutzt werden, im schlimmsten Fall aber auch für noch zwielichtigere Zwecke.

So funktioniert die Masche

Zahlreiche Seiten spezialisieren sich auf vermeintlich lustige Quizze oder enthüllende «Charaktertests». Diese tragen dann Titel wie «Was für eine Art sexy bist du?» oder «Bist du ein guter oder schlechter Mensch?» oder «Mit wem wirst du mal Kinder haben?». Zur Nutzung wird dann der Login mit dem eigenen Facebook-Account verlangt. Das tönt harmlos, doch aufgepasst: Damit händigt man auch gleich zahlreiche persönliche Daten über. Wirklich notwendig ist das fast nie. Die Antworten der Tests bestehen meist aus vorformulierten Texten, ohne einen wirklichen persönlichen Bezug. Welchen Text man zu lesen bekommt, bestimmt meistens ein Zufallsgenerator. Schliesslich wird man noch aufgefordert, das Ergebnis auf Facebook zu teilen, um so noch mehr Nutzer anzulocken. Manchmal erfolgt das Teilen auch ganz automatisch, ohne das Einverständnis des Nutzers.

So kämpfen Sie gegen die Datensauger an

Der erste und beste Schritt ist natürlich, solche Tests gar nicht erst durchzuführen. Ausserhalb von Facebook sollten Sie sehr sparsam mit Ihren Login-Daten umgehen. Lässt sich die Nutzung des Facebook-Logins nicht vermeiden, haben Sie meistens noch die Möglichkeit, die Menge der Daten einzuschränken, die Facebook mit dem externen Anbieter teilt. Zweitens können Sie bereits erteilte Genehmigungen zur Nutzung Ihres Facebook-Logins widerrufen. Das geht auf dieser Seite - oder Sie klicken auf Ihrer Facebook-Startseite oben rechts auf den kleinen Pfeil, wählen «Einstellungen» und dann auf der linken Seite «Apps».
Gut möglich, dass sich dort Webseiten oder Apps finden, die Sie seit Jahren nicht mehr genutzt haben. Zum Löschen der Verbindung einfach mit dem Mauszeiger über einen Anbieter schweben und das «X» anklicken.

Das denkt Facebook über Sie

Sie haben sich schon immer gefragt, wie Facebook die Werbeanzeigen auswählt, die es Ihnen zeigt? Dann gehen Sie mal auf diese Seite. Dort sehen Sie ein Auflistung von Charakteristika, die der Facebook-Algorithmus für für Sie relevant hält. Dazu zählen etwa Fernseh-Sendungen, bestimmte Unternehmen oder auch weite Themenfelder wie «Natur» oder «Verkehrsstau». Erstellt wird dieses Profil sowohl durch Beobachtung Ihrer Facebook-Aktivitäten als auch Ihres generellen Surf-Verhaltens. Wenn Sie mit einem bestimmten Thema nicht in Verbindung gebracht werden möchten, lässt sich das mit einem Schweben mit dem Mauszeiger über diesem löschen. Wie Sie verhindern können, beim Surfen ausspioniert zu werden.

zillo am 06. Juni 2017 · 0 Kommentare · 556 Gelesen ·Drucken

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